Beratung und Therapie für die ganze Familie

Auf der Grundlage einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung zu ihrem Kind/Jugendlichen und Ihnen als Eltern, biete ich individuelle Beratung und Psychotherapie an.

Ich leite Sie und/oder ihr Kind an, selbst Experte in der Bewältigung ihrer/seiner Herausforderungen zu werden (Hilfe zur Selbsthilfe, Ressourcenaktivierung, Aufbau von Kompetenzen). Die gemeinsam vereinbarten Ziele stehen im Zentrum (Zielorientierung) und ich erkläre meine Vorgehensweise für alle Beteiligten offen und verständlich (Transparenz).

Meine therapeutische Basis ist die kognitiven Verhaltenstherapie, welche ich mit Elementen aus der Schematherapie, der Akzeptanz- und Commitmenttherapie und der Achtsamkeitsbasierten Psychotherapie ergänze. Mein therapeutisches Verständnis in der Arbeit mit Familien ist systemisch. Sie als Eltern werden überwiegend in den Therapieprozess miteinbezogen und nach Absprache binde ich auch weitere wichtige Bezugspersonen (weitere Angehörige, Lehrpersonen u.a.) mit ein.

Meine Angebote und Praxisschwerpunkte:

Psycho­logische Abklärungen

Aufgrund von Gesprächen und der Interaktion mit Ihrem Kind/Jugendlichen und Ihnen, sowie mit standardisierter Diagnostik (klinischen Interviews, Fragebogen, evtl. Leistungstests), mache ich eine genaue Analyse der Ressourcen und der Problematik und plane die geeignete individuelle Behandlung.

Psychologische Abklärungen können z.B. für folgende Fragestellungen durchgeführt werden:

  • Entwicklungsschwierigkeiten und Intelligenz (z.B. Entwicklungsrückstände, Lernschwierigkeiten, Unter- oder Überforderung)
  • Emotionale Probleme (z.B. Depression, Ängste)
  • Verhaltensauffälligkeiten (z.B. Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme, Aggression)
  • Psychosomatische Erkrankungen, Schlafstörungen etc.

Beratung und Psycho­therapie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Grösstenteils meistern Kinder und Jugendliche belastende Lebenserreignisse, Veränderungen und Probleme alleine oder mit Unterstützung Ihrer Familie. Wenn die Schwierigkeiten von Kindern und Jugendlichen jedoch über einen längeren Zeitraum andauern, in einem oder mehreren Lebensbereichen (Familie, Schule, Freizeit) deutlich einschränken oder ein starker Leidensdruck entsteht, ist die langfristige gesunde Entwicklung gefährdet. Die Forschung und Praxis zeigt, dass die meisten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter beginnen. So berichten Erwachsene mit psychischen Auffälligkeiten sehr häufig, dass die Problematik schon in ihrer Kindheit oder Jugend begonnen habe. Deshalb ist eine möglichst frühzeitige therapeutische Behandlung von psychischen Schwierigkeiten angezeigt.

Mögliche Gründe für eine psychotherapeutische Behandlung sind:

  • Psychische Störungen: z.B. Ängste, Depressionen, Zwangsstörungen, Traumafolgestörungen, Schlafstörungen, Essstörungen, Selbstverletzendes Verhalten, Somatisierungsstörungen/ Psychosomatische Beschwerden, Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen (AD(H)S), Ticstörungen, Störung des Sozialverhaltens, Einnässen, Einkoten, Regulationsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter (Schlafschwierigkeiten, exzessives Schreien, Fütterschwierigkeiten)
  • Aspergersyndrom und High Functioning Autismus
  • Belastende Lebenssituationen: z.B. Trennung/Scheidung der Eltern, Krisen in der Adoleszenz, Trauer, Probleme mit Gleichaltrigen (z.B. Mobbing), Umgang mit (chronischen) Krankheiten, Kinder und Jugendliche körperlich/psychischer kranker Eltern, Selbstwertprobleme, sozialer Rückzug, Schul- und Leistungschwierigkeiten, sexueller Missbrauch

Familien­therapie

Mit den stetigen Veränderungen in der Entwicklung der Kinder/der Jugendlichen wechseln auch die Anforderungen an die Familie. Die meisten schwierigen Situationen bewältigen Familien aus eigener Kraft. Wenn die Schwierigkeiten über lange Zeit andauern, zu deutlicher Beeinträchtigung und Leidensdruck führen, ist es für das Familiensystem wichtig, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
In einer Familientherapie wird mit mehreren Familienmitgliedern an gemeinsam definierten Zielen gearbeitet. Durch die Aktivierung familiärer Ressourcen werden positive Veränderungen in den Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern angestrebt. Eine Familientherapie unterstützt Sie darin, Herausforderungen und Schwierigkeiten konstruktiv zu bewältigen und die Qualität des Familienalltags zu verbessern.

Mögliche Gründe für eine Familientherapie sind:

  • Streit und eskalierende Konflikte innerhalb der Familie
  • Schwierigkeiten nach der Trennung/Scheidung
  • Krankheit eines Familienmitglieds
  • Auffälligkeiten der Kinder (z.B. Verhaltensauffälligkeiten in der Schule oder Lernprobleme)
  • Erziehungsschwierigkeiten in allen Altersphasen (z.B. Pubertät)
  • Verlust einer nahen Bezugsperson

Eltern- und Erziehungs­beratung

Das Leben mit Kindern und Jugendlichen ist geprägt von immer neuen Entwicklungsaufgaben und Veränderungen. Es erfordert von den Eltern eine ständige Anpassungsleistung. Manchmal fühlen sich Eltern in der Erziehung und Beziehung mit ihren Kindern hilflos und geraten in eine Sackgasse.
Gemeinsam arbeiten wir in der Erziehungs- und Elternberatung daran, Ihr Kind, sein Verhalten und seine Bedürfnisse besser zu verstehen und für Sie und ihr Kind passende Erziehungsstrategien zu erarbeiten. Durch die therapeutische Beratung können Sie z.B. angemessenes Verhalten, gesunde Entwicklung und soziale Kompetenzen bei ihrem Kind fördern, sein Selbstbewusstsein und ihre Eltern-Kind Beziehung stärken, Stress reduzieren und das Familienklima verbessern. Teilweise gibt es betreffend der Erziehungsstrategien beeinträchtigende Auseinandersetzungen zwischen den Eltern. In diesem Fall geht es darum mit beiden Elternteilen zu erarbeiten, wie zum Wohle der Kinder und der Partnerschaft in der Erziehung am selben Strang gezogen werden kann.

Eltern werden – Eltern sein

Ich unterstütze und berate Sie als (werdende) Mutter und (werdender) Vater vom Kinderwunsch, über die Schwangerschaft und Geburt sowie in der Zeit danach auf Ihrem individuellen Weg zum Elternsein.
Schwierigkeiten können in allen Lebensphasen auftreten, auch in Phasen in welchen wir erwarten, dass sie mit Glück und purer Freude verbunden sind. Sehr viele Mütter erleben in den ersten Tagen nach der Geburt eine depressive Verstimmung („Baby Blues“). Sie entsteht in der Regel 3-5 Tage nach der Geburt und dauert einige Stunden bis Tage an und klingt dann wieder ab. Dauert die Verstimmung länger, spricht man von einer Wochenbettdepression (postpartale Depression). Ca. 10-15% aller Frauen erkranken nach der Geburt an einer postpartale Depression. Sie fühlen sich niedergeschlagen, weinen häufig, fühlen sich erschöpft, sind anhaltend gereizt und werden von Versagensängsten, Schlafstörungen sowie Schuldgefühlen geplagt. Es entstehen Gedanken wie «Ich bin eine schlechte Mutter“ oder „Ich bin nicht einmal fähig mein Kind zu versorgen». Auch Ängste oder zwanghafte Gedanken und Handlungen sind keine Seltenheit. Diese Symptome dauern oft über Monate und Jahre hinweg und beeinträchtigen die ganze Familie. Die Ursachen für psychische Erkrankungen nach der Geburt sind vielfältig (hormonelle Veränderungen, traumatische Geburtserfahrungen, Stillprobleme etc.).
Wenn Sie sich eine psychologische Beratung oder Psychotherapie wünschen, sollen Sie die auswärtigen Termine nicht zusätzlich belasten. Ich komme daher in dieser ersten Phase nach der Geburt gerne zu Ihnen nach Hause und arbeite mit Ihrem Einverständnis eng mit Ihrer Hebamme und Ihren Ärzten zusammen.
Die Geburt selbst und das Finden in die neue Rolle kann auch bei Vätern zu starken Belastungssituationen und psychischen Krisen führen. Nicht nur Mütter können nach der Geburt unter postpartalen Depressionen und Ängsten leiden, auch frischgebackene Väter sind davon betroffen. Während die postpartale Depression bei Frauen in der ersten Zeit nach der Geburt auftritt, erkranken Männer häufig erst drei bis sechs Monate danach. Die Beziehungen in der Familie leiden darunter. Gerne berate und begleite ich Sie therapeutisch, damit Sie Schritt für Schritt in Ihre Rolle als Vater hineinwachsen können und Ihre Familie wieder geniessen können.

Third culture kids (Drittkultur­kinder)

Third culture kids sind Kinder, die aufgrund der Berufssituation ihrer Eltern regelmässig den Wohnort wechseln und in verschiedenen Kulturen aufwachsen. Sie identifizieren sich weder vollständig mit dem Heimatland/der Kultur ihrer Eltern noch mit der Kultur der wechselnden Länder, in welchen sie wohnen. Vielmehr bilden sie häufig eine eigene Kultur aus, ohne regionale Zugehörigkeit.
Laut den Forschungsergebnissen von Prof. Dr. Angela Ittel haben zwei Drittel der Kinder keine Probleme mit dem häufigen Wohnortwechsel. Sie fühlen sich nirgendwo und überall zu Hause und entwickeln sich gut und erlernen daraus weitere Kompetenzen. Etwa ein Drittel der Kinder aber fühlt sich zeitweise einsam, frustriert, ängstlich und hilflos und hat Anpassungsschwierigkeiten.
In einer psychologischen Beratung/Coaching oder Psychotherapie unterstütze ich Sie, Ihr Kind und Ihre Familie darin, die Herausforderung, die das Leben in verschiedenen Welten mitbringen kann, erfolgreich zu bewältigen.

Gruppen­angebote

Kinder und Jugendliche merken in der Kleingruppe, dass sie nicht alleine sind mit ihren Schwierigkeiten, ihrer Situation und ihren Gefühlen. In der Gruppe lernen die Kinder neue Strategien, stärken sich gegenseitig und trauen sich immer mehr zu. Das Miteinander bietet ein ideales Übungsfeld zum Erproben und Festigen von neu erlernten Kompetenzen.

Ich biete folgende Gruppenangebote für Kinder an:

  • Kinder von getrennt lebenden oder geschiedenen Eltern
  • Ängstliche Kinder
  • Geschwister von chronisch kranken Kindern

M.Sc. Hannah Frösch

+41 76 525 55 11
hannah.froesch@psychologie.ch